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Sonntag, 12. Februar 2012

Väncouvär, Vän Vir Da Vären

So, Freunde der Sonne, Kinder der Nacht. Geburtstag hat sich ausgeburtstagt, Farm hat sich ausgefarmt und Ziegengeruch hat sich ausgerucht. Nun, ganz stimmt es nicht. Zumindest die Ziegen wird man nicht mit den Weichei-tensidfrei-Waschmitteln los. Da braucht man schon das richte "komplette Wasserbiotope kippen beim Benutzen von fünf Gramm Magic-clean made in China"-Zauberpulver. Eins von den magischen: ich bleiche selbst tiefschwarz in reines Weiß.
Nunja, wir sind ja jetzt auch in - ich trau mich das gar nicht zu sagen, Vääncouväär. Wir wollten boykottieren, doch wir waren zu schwach, zu schwach. Doch momentan widersteh ich zumindest dem Charme, den vielen Parks, dem Meer, den Bergen und sage, die Stadt ist... ist ok. Meine Väncouvärwiderstandskräfte sind gut und ich trage für alle gut sichtbar ein: I Love Toronto - T Shirt auf dem Herzen. Aber ich merke, meine Kräfte lassen nach. Stellt euch mal vor, Sushi für 6 Doller, das schmeckt. Dann man so eine Stadt überhaupt mögen?

Samstag, 21. Januar 2012

Kannst du banffen?



Nach dem "man, ist das kalt"-Abenteuer in Winnipeg, quasi dem Kühlschrank Kanadas, haben wir uns schnell entschlossen, nach Calgary, dem Eisfach des Kühlschrankes Kanada zu reisen. Wir machten Couchsurfing bei den nettesten Wendys und Charlies Eisfach-Kühlschranks-Kanadas.
Unser Plan war: 4 Tage gratis hausen, dann ab weiter. Aus diesen 4 wurden 6 und weiter gings mit Lunchpacket aus 2 Kilo Köstlichkeiten, die Wendy für unsere Fahrt weiter zusammenstellte. Weiter nach Banff und in die Wirklichkeit. Das Hostel hat den Scharm eines Wartesaals einer Busstation in einem winzigen Nest und schlägt für Internet satte 20 Euro pro Tag auf. Nicht schlecht Herr Specht, das bedeutet... FreeWLan in bekannt berüchtigten Lokalitäten genießen und an einem Cheesburger zu zweit drei Stunden knabbern.


After a while in Winterpeg it took us to Calgary, couchsurfing. We planned 4 days, it became 6 and the 6 were still short. We did not see lot of Calgary, of course Calgary might be an interesting city (ok I am just kidding) but it was too cold and too nice at our hosts. They took us to church and to their housegroup and through a lot of delicious meals. What a time. It was great.
Now we are in Banff, Banff is a little beautyful place, but why am I saying this. Everyone we know who speeks English is from Canada, so you know: Banff, olé olé.

Thanks Charlie and Wendy :)

Donnerstag, 12. Januar 2012

Manitoba

Manitoba ist so flach, Kinder verkaufen ihren Schreibtischstuhl als Aussichtsplattform

Manitoba is totally flat, children sell there office chairs as an observation decks.

Montag, 9. Januar 2012

Kosmosexperimentierkasten: Typ Molekularphysik

Führt man thermische Energie größer als die Bindungsenergie einem Stoff zu, führt es dazu, dass die Bindung aufgebrochen werden kann. Gängiges Beispiel ist hierfür ein Polymer (ha, und ihr dachtet Wasser oder so nen Kinderstoff). Dieses Polymer liegt bei Normaltemperatur 300° Kelvin im festen Aggregarzustand vor. Das heißt, die intermolekularen Kräfte vom Typ „unkaputtbarer Haltegurt“ halten diesen textilen Kunststoff im Zustand Rucksackgurt. Führt man nun thermische Energie der Form „Dumme Sachen, die man so im Zustand geistiger Vernebelung aus Gründen kopfloser Aufbruchstimmung macht“ dem System Haltegurt zu (am effektivsten mit einem Bügeleisen, welches auf die geschmeidige seidentaugliche Temperatur: „Lass gehen Kapelle“ gestellt wurde), ist die thermische Energie größer als die Bindungsenergie des oben genannten Typs, wird die Bindung gelöst. Dieses Phänomen nennt man Schmelzen, „trag doch deine Sachen in Tüten, ich hab keinen Bock mehr Haltegurt zu sein“ oder Sommerferien.
Schöne Kacke. Nun wird der Rucksack von einem fachmännischen Landrattenknoten an mir gehalten.
Hinzu kommt, dass wir im Lande der „den Schnee der Straße kipp ich auf die Sidewalks“ mit einem hinter sich her zu schleifendem Bürgersteigpflug namens Koffer als Zweitreservoir für allerlei liebgewonnenen Backsteine und Bleigewichte unterwegs sind.
Kanada, Kanada, Kanada, oh Kanada.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Weiter going



Nach zwei langen Monaten Pouch Cove mit tollen Menschen und 2 Wochen St. Johns, die wir bei Eva, der gastfreundlichsten Wiener Neufundländerin verbracht haben, gehts weiter. Nächster Stop: Toronto, 2 Tage schön entspannen, dann Eisschrank Winnipeg. Weiter gehts.
Und dann noch liebe Leser: tut was für euer Kunstverständnis, Banausen:
http://www.geraldvaandering.com/

And for Dorothy and Gerald in English:
overhead is written something like: Pouch Cove, olé olé, blabla and: thanks Eva for the pleasure to stay in your house, and than again: blabla Winterpeg (german language has thousands of different words for blabla, if you are wondering) and at least some "must know" education stuff. But the most important thing is between the words: we also like to thank you for the great time at your home and for the battle of settlers, that we lost in a way guests never should loose :-)
and best wishes to Trigger, the applepolisher and bootlicker-> and again:-)

Sonntag, 1. Januar 2012

Montag, 19. Dezember 2011

Gedankenprotokoll. Oder: Wie wir nach Neufundland kamen


Mittelhirn schreibend: "Neufundland ist eine Insel. Viele Schafe sind da",
Linke Gehirnhälfte verschlafen: "Boa, was ist hier los?"
Mittelhirn: "Ich schreibe gerad einen Blogeintrag",
Linke Hälfte: "Blogeintrag? Du? Was ist mit Kamill?"
Mittelhirn: "Kamill? Der ist voll mit Kaffee, äthiopisches Zeug, der schläft die nächste Woche nicht mehr. Aber du? Ich dachte du schläfst, Sprachzentrum. Willst du's hören?"
Linke Hälfte: "Mesencephalon!"
Mittelhirn (unterbricht): "Mittelhirn! Mesencephalon, das klingt nach Streber! Ich bin kein Streber! Ich mach den Herzschlag! Hörst du?"
Das Mittelhirn klatschte aufgeregt in die Hände
Mittelhirn: "Hörst du? Bum, Bum, das bin ich."
Linke Hirnhälfte: "Also gut, Mittelhirn. Ist ja gut, beruhig dich. Ein Streber? Nein das bist du nicht", es lachte etwas spöttisch dabei "nun gut, ließ mir deinen Blogeintrag vor! Gibst ja doch keine Ruhe sonst!"
Mittelhirn: "Also gut: linke Hirnhälfte: Neufundland..."
linke Hälfte (ungläubig): "Neufundland? Neufundland? Du weißt schon, dass wir nach Neuseeland wollen?"
Mittelhirn: "Äm, ich meine Neuseeland, natürlich, Neuseeland ist eine Insel. Und viele Felsen sind da."
Linke Hälfte: "Aber da steht Neufundland!"
Mittelhirn: " Ach wirklich? Oh tatsächlich, wie kommt das denn?
Ach Neuseeland, Neufundland, das ist doch dasselbe!"
Linke Hälfte:"Dasselbe! Und nein, ist es nicht. Neufundland und Neuseeland sind nicht dasselbe. Neufundland liegt in Kanada und Neuseeland bei Australien."
Mittelhirn: "Hör auf damit!"
Linke Hälfte:"Womit?"
Mittelhirn: "Ja mit den doofen Belehrungen!
Linke Hälfte: "Viele Felsen sind da! Hört sich nach Grundschule an."
Mittelhirn: "Lass das! Lass diese beleidigende, äm wie heißt das...? "
Linke Hälfte: "Kritik! Sonst was?"

Plötzlich durchzieht ein Schmerz den Körper und das Hirn, ein stechender Schmerz, als bräte einer einem eine Latte über.

Linke Hälfte: "Spinnst du? Bist du jetzt völlig übergeschnappt? Du kannst doch nicht einfach den Herzschlag aussetzen lassen?"
Mittelhirn: "Doch!"

Der gleiche Schmerz. Nur noch länger, noch quälender.

Linke Hälfte: "OK, OK! Neufundland, Neuseeland, alles egal! Schreib deinen Artikel!
Mittelhirn: "Danke! Neufundland ist eine Insel und da fahren wir jetzt hin! Nicht wahr?"
Linke Hälfte (zustimmend nickend und verlegen lächelnd): "Gut gut! Neufundland! Kanada! Wollten wir schon immer hin!"
Mittelhirn: "Gut, Also wo war ich stehen geblieben?"

Sonntag, 11. Dezember 2011

Auszug aus dem Tagebuch eines Christkindes.



Der Weihnachtsmann hat Rentiere. Und er wird von Coca Cola gesponsort.

Der kann den Gören die Flausen aus dem Kopf treiben: "Warst du brav? OH NEIN?", zack, Knecht Rubrecht rufen, BÄÄM, Sache gegessen.
Ich muss jedem noch so ungezogenen Blach die Playstation bringen.

Er darf einen Sack tragen. Ich muss für jedes Geschenk einzeln los. Nicht gerade ein Wunder an Effektivität, diese Beschäftigung.

Hab ich schon gesagt dass der Weihnachtsmann Rentiere hat? Und während er schön Fell trägt, frier ich mir im Nachthemd hier die Hulle.

Als Kind die Balkone hochkrackseln, sich durch das spaltoffene Fenster quetschen und dabei die doofe Playstation nicht beschädigen und dann noch heil runterkommen. Kein feiner Arbeitsschutz!
Apropos Arbeitsschutz: Hat eigentlich auch einer daran gedacht, dass es nervlich verdammt anstrengend ist, sich ständig am Rande der Kriminalität zu bewegen? Stichpunkt: Kinderarbeit. Sicher nicht.

Der einzige Vorteil: ich hab nur Bayern, Italien, Irland und Polen. Den Rest muss der Dicke machen.
HA: NEUFUNDLAND macht er. Für die paar Nasen extra dahinjetten! Sein Problem!

Donnerstag, 24. November 2011

SchneeMÄNNER



Es schneit!
Und zwar nicht so Puder, Puder, schön, schön, Schnee. So Mädchen, ach wie schön Schnee.Pfff. Fischerinsel! Wenn es hier schneit, dann so Männerschnee. So 30 cm und Wind: Volles Rohr.So lass gehen Kapelle, Schleusen auf Schneefall. Das ist wahrer Schnee. Männerschnee eben. So mit Auto kommt nicht mehr Berg hoch und 1000 Grad unter Null und ja das geht. Physik ist auch ein Mädchen. Minimale Temperatur -284 Grad Celsius? Pff zum zweiten, Kindergarten. Das ist doch nichts. Hier ist minus 1000 Grad Weicheierigkeit! Oder, die Ammis haben ja das komische nichtmetrische System: Plus eine Million Grad Männlichkeit!
So ein Wetter gefällt mir. Das ist gerad meine Körpertemperatur!
Da kann ich mich schön einmümmeln, heiße Schokolade trinken und GZSZ übers Internet gucken.

PS: wer sich fragt, ob unser Computer wohl auf ist - er ist es. Nach männlichem Reparieren ohne Anleitung lesen läuft männliches XP wieder!!!! Der chique, kleine, stylische, männliche Mac geht wieda!
Grunz, grunz!

Freitag, 18. November 2011

das geht hier schlag auf schlag

Master in Physik, pfff... Wenn das hier geschafft ist, werd ich Herzchirurg. Bis jetzt liegt der Patient noch im künstlichen Koma , stabilisiert sich aber. Computer bootet wieder, wir sind nun wieder per Email zu erreichen.

Sonntag, 6. November 2011

Aha. Ein Ampelknopf!


Seit etwa zwei Wochen fotographiere ich jedes unterschiedliche Ampelknopfmodell, das ich sehe und die Galerie wird fortgesetzt. Denn ich weiß, es gibt sie da draußen! Die unzähligen, anonymen und nicht beachteten Ampelknopffans und Dani, den Profiampelknopfknüpfer :-) (Mein Weg, Grüße zu senden)

Donnerstag, 3. November 2011

Pouch, hä? Cove, was?

Wir sind also in Neufundland, Pouch Cove, heißt das Dorf, das etwa 30km von der einzigen wirklichen Stadt, St. Johns entfernt ist. Unser Host Elke, selber von Deutschland, hat hier ein Gasthaus (das Point East und wir sind genau da:
Größere Kartenansicht, genauer gesagt: rechtes grünes Fenster oben, hinter der Tanne, Fichte oder was weiß ich. Wenn das "Google-Datenschutz-da-lach-ich-nur"-Auto vorbei fährt, dann winken wa das nächste mal freundlich:)
Bei Elke wird gerade ein Zementboden in einer Scheune gelegt, eine Treppe gebaut und ein Hund Gassi geführt, Kartoffeln ausgegraben, Gäste versorgt und Hühner und Ziegen gefüttert. Sodass rein theoretisch genug Arbeit anfallen könnte?!? Wir sind schon ganz gut beschäftigt. Offenbar ist die Theorie nicht so weit von der Praxis entfernt wie es einem lieb ist, hihi.
Ansonsten gibt es hier ab und zu Musikabende, Wanderungen und dergleichen, gesellig sind sie die Fundis.
Uns gefällt es hier echt gut und wir freuen uns auf die zwei Monate hier.
Allerdings haben die Leute hier einen Akzent, ich sag es euch! Die meisten sind irische Einwanderer und reden auch so. Den Mund öffnen sie nur beim Zahnarzt. Ein irisches Genuschel wie Ozeanwellen, nenene. "My nm i Gregr, Torstn.hlo" WHAT? Wie heist der Kerl? Und was will er?

Sonntag, 30. Oktober 2011

Point East, Neu Fundland



Wir sind da. Angekommen. Fix und fertig aber alles egal, wir sind da nach 48 Stunden Bus und Schiff. Und das kann ich zumindest sagen: West-Neu Fundland ist echt unglaublich. Bergmassiv direkt am Atlantik.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Kanada ist ein zweisprachiges Land. Ein Teil spricht Englisch, der andere was anderes.



Jetzt sind wir in Quebec. Und ich meine so richtig Quebec. Quasi Quebec Quebec, ok genau gesagt Quebec City in Quebec. Und wie ist es?
Such a lovely city, sag ich euch. Eine Stadt zum Verlieben. Verwinkelt, verträumt, verschlafen. Quebec ist, wer weiß warum, die einzige Stadt mit Stadtmauer oberhalb Mexikos (Langweilig? Von wegen langweilig! Bildung! Übrigens werden "!" Ausrufezeichen Schreibalken genannt. Überlegt mal wieso!!!). Dumm ist nur, dass sie hier eine Art Scheinsprache sprechen, ein Tonsammelsorium, das sie zur Kommunikation und Interaktion benutzen. Ich glaube die Ansammlung an Lauten nennen sie "französisch". Es scheint den Kehlkopflauten der Himalayabewohner und den Klicklauten mancher afrikanischer Stämme nicht unähnlich. Auf jeden Fall höchst interessant für Linguisten wie Emilia (der wir eine gute Besserung wünschen: "Gute Besserung, Emilia"). Ansonsten: zu schön hier.

Dienstag, 25. Oktober 2011

On the way

After two weeks of beeing a professional stonesorter, basement organisator and non paid long sleeper (just a hobby) it was time to leave. I said no, but time said you have to. Stupid time, it's always right. And does it count that we love Wendy's and Paul's home, and that we like them? No? Come on, stupid time! Make an exception!
We tried everything but we had to leave. Oh man.
Thanks Wendy and Paul and best greetings to Diana, Guss, Fae, Gregor, Hal and Neil.
Did we forget one? Oh ja, definitive Mattheo and superwwoofer Viktor.

Montag, 24. Oktober 2011

Wenn einem etwas ans Herz wächst, kann das einen Herzinfarkt verursachen?

Vorgestern taten wir der Sozialisierung ersten Teil:
Lecker essen, lecker Dinner, weil:
die andern ins Haus bestellten,
und lagen zwischen Hier und Dort Welten,
wir durch Land und Prärie zogen,
Ungelogen,
es dämmerte, als wir ihr Land betraten,
doch waren wir nur in ihrem Garten.
Eine Odysee und keine Reise,
so hieß es weise,
doch wo ging es in die weite Welt hinaus?
Oh nee, nur ins Nachbarshaus.

Der Sozialisierung Teil zwei:
es ging ins Auto, doch war uns dies einerlei.
Lunchpackete geschmiert,
im "eine Million Kilometer im Auto" waren wa nun versiert,
ging es wieder weit ins Land.
Halloween-Feier wurds genannt.
Ein riesen Spaß für Klein und Klein,
und da wir haben der Kinder kein.
war es ok, mehr nicht,
so gesagt aus meiner Stänkersicht.
und Montag gehts wieder auf weite Tour
Sach mal, wo liegt dieses Neu Fundland nur?
Es war toll hier bei Paul und Wendy
und wer denkt, ich mach den doofen Reim mit Candy, der hat sich geschnitten! Alles klar?

Dienstag, 18. Oktober 2011

Merickville dich auch!



Wer mal hingeguckt hat, von wo der letzte fabiose Artikel, den Larissa grazil fertigte, abgesendet wurde, der möchte auf den Trichter gekommen sein, wir sind im Irgendwo namens Merickville. Dieses Nirgendwo ist eine Autostunde von Ottawa entfernt, und das ist die kleine, schnucklige Hauptstadt von Kanada. Merickville ist mindestens genau so schnucklig und dazu noch winzig. Zählt man alles Gewürm und Gesocks noch mit, sind es an die 1000 Seelen.
Und was machen wir in so nem provinziellen Redneck-Nest? WWoofing. Was ist das denn schon wieder? Keine Sorge, Mamas und Papas, es ist totally legal. Übersetzt heißt es Farmarbeit ohne Bezahlung, aber dafür mit freier Kost und Logie. Klingt wie moderne Sklavenarbeit und ist es sicher irgendwo auch, aber nicht hier. Wir sind bei einem älteren Ehepaar, Wendy und Paul, das unglaublichste, bücherfüllendste Ehepaar seit... auch ich weiß auch nicht, seit langem. Sie lebten lange Zeit in Pakistan, Indien, Costa Rica, Ghana... und von 2004-2006 in Afganistan, Mazari Scharif, das ist da, wo die Deutschen gerade stationiert sind. Wir sind uns so ähnlich - alles Länder die ich unbedingt, ja unbedingt sehen will. Ok, dies war ein Scherz. Und das interessante ist, sie waren da aus dem selben Grund, aus dem wir in Kanada sind: Aufbauhilfe.
Ja und was machen wir als Greenhorns auf der Farm? Larissa muss Lavendel für den Winter präparieren (Lav Was?), Anis pflücken (An wer? und was macht er da?) und ich muss den Keller begehbar machen, also ausrümpeln und, wobei wir wieder bei Sklavenarbeit sind, Steine sortieren. Hab dafür eine kleine Steinsortieranlage gebaut und mit der macht es sogar Spass... von wegen Sklavenarbeit, morgen ne Runde sortieren, yeah. Wir haben hier unser eigenes, gar nicht kleines Appartment und einen reich gefüllten Kühlschrank, mit anderen Worten: uns geht's hier so richtig gut.

Montag, 10. Oktober 2011

Als Eliascheses sich dachten, (hier die Einheimischen schon lachten) ein Auto zu ersteigern und sich nicht zu weigern Geld in die Hand zu nehmen, sich zum Händler zu bequemen und sich das Passende zu erwählen, auf die ehrliche Art, nicht zu stehlen, wussten sie es nicht, warum man meint: Kanada ist Autokaufbürokratenland, wie es scheint. Das Auto musste zum Safety Check und ist erst Dienstag fertig. Gestern sind wir von unseren phantastischen Hosts mit der Übergangsausleihschrottkarre ins Umfeld gefahren. Heute sind wir nach dem Gottesdienst, den wir in einer großen Kapelle mit echt wenig Leuten gefeiert haben, war Thanksgiving (ein Einschubinformationsstückchen), in ein Hostel in Ottawa gezogen. Die Gegend hier ist recht cool, sieht man von der Zungenrede ab, die die Quebecaner praktizieren (die nennen es französisch, pfff.)

Freitag, 7. Oktober 2011

Aufwachen Gatineau

Wir hängen momentan in einer Stadt namens Gatineau rum. Französisch sprechendes Quebec, oh weh oh weh. Gatineau ist 130 mal größer (ok aufgerundet: 131mal) als Bentfeld und genauso ein verschlafenes Nest. Die Bürgersteige werden erst gar nicht runtergeklappt. Gatineau ist die wohl dörflich provinziellste Großstadt der Welt. Rentnerparadies. Wir wohnen bei unserem Host Marc, der lustigerweise eine WG mit seiner Schwester hat. Und die zwei sind toll. Sie führten uns in die Feinheiten quebecanischer haute cuisine ein, deren Hauptbestandteil Fleisch in allen Variationen ist. Fleisch in Kuchen, Keksen, Fleisch im Essen und in der Sauce, gekocht, gebraten, gepökelt und alles in einem Gericht. Tolle Leute, wir haben es hier schon genossen.
Heute entscheidet es sich auch ob wir ein Auto bekommen... UHHH... AUFREGEND. Der Vorteil wäre: wir hätten ein Auto, der Nachteil: Pleite. Mal schaun wie es wird.

Donnerstag, 29. September 2011

Hamilton, das Bielefeld Kanadas

Bielefeld ist eine Stadt, die fast keiner wahrnimmt. Ihr Problem: sie liegt einen Steinwurf von einer dynamischeren, einer jüngeren und einer hübscheren Stadt entfernt (Paderborn).
Gleiches Problem hat Torontos Nachbar Hamilton. Doch während Bielefeld außer Paus Apartment und den gewaltigen Bären vor der Wohnung nun wirklich nichts zu bieten hat, hat Hamilton Charme, viel Wald, Wasserfälle und eine Uni. Bielefeld hat dagegen nur zwei Bahnhöfe, wobei einer Uni heißt. Der Teutoburger Wald Kanadas ist ein bisschen größer und heißt Niagararücken. Durch diesen sind wir mit Naomi und einer Freundin von ihr am Sonntag gewandert. Wandern? Hört sich langweilg an und ist es auch, von den schmalen Wegen, Abhängen, der tollen Aussicht über endlose buntgesprenkelte Wälder und der guten Zeit miteinander abgesehen.
Nun sind wir wieder in Toronto. Abschließend können wir sagen, dass der Aufenthalt in der Stadt, die von den außerhalb Hamiltons gerne "die Achselhöhle Kanadas" genannt wird, weil sie wie Bielefeld eine Industriestadt ist, echt gut war. Wir machten viel mit Naomi und Robin, unsere Hosts Sybille und Harold und Matt und Phil waren echt cool und das Hostel, das einzige in Hamilton, war top. War ne super Zeit.

Nun sind wir in wieder in Toronto und auf Jobsuche.